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Plantronics macht auf EU-Verordnung zum Schutz vor Lärm am Arbeitsplatz aufmerksam

Neue Regelung bei rund der Hälfte der Unternehmen bislang nicht bekannt

Hürth, 24. Oktober 2006. Headset-Hersteller Plantronics weist Call Center und ihre Angestellten auf eine neue Verordnung zum Schutz vor Lärm am Arbeitsplatz hin, die in Kürze verabschiedet werden wird. Abgeleitet wurde die Verordnung von einer EU-Direktive, die Anfang dieses Jahres in Kraft getreten ist. Bislang ist sich aber kaum ein Unternehmen der Konsequenzen dieser Regelung bewusst. Das Gesetz zum Schutz vor Lärm am Arbeitsplatz senkt die obere Belastungsgrenze von 90 dB auf 85, besten Falls 80 dB – verteilt über einen durchschnittlichen Arbeitstag von acht Stunden. Diese Reduzierung um zehn Dezibel entspricht in der Realität einer Halbierung der Lärmbelastung, wodurch das Gehör wesentlich besser geschützt wird. Unternehmen sind nun gesetzlich aufgefordert, ihren Mitarbeitern diesen Schutz zu gewährleisten. Umgekehrt haben Angestellte das Recht, entsprechende Maßnahmen von ihren Arbeitgebern einzufordern.

Bisher sei das Gesetz kaum in die Unternehmenspraxis vorgedrungen, beklagt Marketing Business Manager Oliver Jungklaus: „Im Grunde weiß jeder Arbeitgeber, dass Lärmschutz wichtig ist. Doch das Thema ist bisher immer noch nicht in den Köpfen verankert, und von einer öffentlichen Diskussion sind wir weit entfernt.“ In vielen Unternehmen stehe Lärmschutz bisher nicht auf der Agenda. Eine Studie des Londoner Marktforschungsunternehmens Datamonitor zeigt, dass die EU-Direktive Call Center nicht ausreichend für das Thema sensibilisieren konnte: 91 Prozent der Call Center wussten im vergangenen Jahr nichts von der Richtlinie. Auch zum Zeitpunkt des Inkrafttretens war sie der Hälfte der Call Center unbekannt. Laut einer von Plantronics durchgeführten Untersuchung unter 500 Call Center-Agenten in Westeuropa sind rund 16 Prozent einer Lärmeinwirkung ausgesetzt, die die empfohlene Dezibel-Grenze überschreitet. Außerdem beklagten die Befragten durch Lärm ausgelöste Konzentrationsschwierigkeiten. Ein Drittel gab an, die Leistungsfähigkeit werde durch Lärmbelästigung am Arbeitsplatz beeinträchtigt.

VistaPlus DM 15 – optimaler Schutz für Call Center-Agenten
Eine weitere Erkenntnis von Plantronics: Berufsbedingter Stress steht in direktem Zusammenhang mit einem gesteigerten Lärmpegel auf der Arbeit. Besonders stark sind Mitarbeiter in Call Centern gefährdet, da sie die meiste Zeit ihres Arbeitstages am Telefon verbringen. Außerdem sind sie besonders häufig plötzlichen überlauten Geräuschen ausgesetzt wie etwa Störungen aus dem Netz, Faxanrufen oder dem lauten Ton einer Trillerpfeife, wenn sich ein böswilliger Anrufer am anderen Ende der Leitung befindet. Deshalb sind vor allem Call Center gefordert, ihre Angestellten wirksam vor Lärm zu schützen. „Auf die Anforderungen, die sich aus der neuen Verordnung ergeben, sind lärmreduzierende Headsetsysteme die optimale Antwort“, so Oliver Jungklaus. Plantronics bietet mit dem digitalen Adapter VistaPlus DM15 schon heute eine Lösung, die die tägliche Lärmeinwirkung automatisch regelt und Call Centern hilft, die gesetzlichen Höchstwerte einzuhalten. Der Adapter misst fortlaufend den Schallpegel und errechnet so die Lärmbelastung für den ganzen Tag. Entsprechend regelt er die Lautstärke der Telefongespräche automatisch, so dass der höchstzulässige Tagesdurchschnitt nicht überschritten wird. Darüber hinaus erkennt das Gerät plötzliche überlaute Töne und dämpft sie sofort auf den Pegel eines normalen Hintergrundgeräusches.

Plantronics unterstützt Call Center-Leiter außerdem durch spezielle Tests dabei, eine Gehör schonende Arbeitsumgebung zu schaffen. Durch Messungen über das Headset, die auch die Hintergrundgeräusche berücksichtigen, bestimmen die Tests die Lärmbelastung der einzelnen Agenten. Ein Bericht fasst die Testergebnisse zusammen, vergleicht diese mit den gesetzlichen Vorgaben und gibt Empfehlungen für den zukünftigen Einsatz von Headsets.

Russell Castronovo

Karen Auby

Lerin O'Neill